…das, was man sagen kann, gesagt…

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Event als Zurschaustellung von Zurückhaltung und Nachhaltigkeit: so stellt sich Hamburg die Olympischen Spiele in etwa 10 Jahren vor. Wenn jedes Event mit diesen Schlagworten geschmückt wäre, müsste man alle Kreuzfahrtschiffstaufen, den Hafengeburtstag und jeden verkaufsoffenen Sonntag samt Weihnachtsmärkte aus dieser Stadt radieren. Wir würden es begrüßen!

Stattdessen erleben wir die stadtgewollte Zurschaustellung von Zurückhaltung und Nachhaltigkeit in direkter Nachbarschaft: da gibt es eine Brachfläche am Veringkanal neben einer Halle, die seit zwei Jahren nicht mehr betreten werden darf. Sie war einst Filmstar, dann Ort für Kunst und Kultur, Musik und Geselligkeit, ein Raum für kreative Experimente und Schaffenskraft. Seit nun mehr zwei Jahren rostet ein Bauzaun davor, wird die Soulkitchen-Halle nachhaltig der Witterung ausgesetzt.

Es gibt Konzepte und Bestrebungen aus der Nachbarschaft, die Halle und das Areal drum herum wieder zu beleben. Der Institution Soulkitchen soll endlich neues Leben eingehaucht werden: www.soulvillage.de

Seitens der Stadt übt man sich in Zurückhaltung bezüglich einer kunst- und kulturorientierten Nutzung dieser Halle und ihrer Nachbarschaft. Ordnungsrechtliche Details und finanzielle Fragen müssten geklärt werden. Ohne die Stadt als Partner wird diese Klärung ins Unendliche hinausgezögert.

Die Frage, die sich uns als Hamburger Band und als kulturschaffende Nachbarn der Soulkitchen-Halle zwangsläufig stellt, lautet:
Sollte einer Stadt eine drei Wochen andauernde, weltweite mediale Dauerpräsenz, die 6.500.000.000 Euro kosten wird, wichtiger sein als ein offener Raum, in dem kulturelle, musikalische und gestalterische Ideen eines jeden Bewohners der Stadt reifen können?

Für schlappe 6,5 Milliarden Euro könnte solch ein Ort etwa 100.000 Jahre existieren (dann auch mit Keramikklo).

Wir bitten alle, einen Moment über diese Frage zu sinnieren.</p>