neuer Song auf Soundcloud

von unserem Konzert im Gängeviertel vor ein paar Wochen gibt es ne eins-A Aufnahme, abgemischt von den Jungs vor Ort (tausend Dank an dieser Stelle). Zu hören gibt’s für euch zum Einstimmen auf die kleine Tour nächste Woche (und zur Belebung der Laune nach der Mittagspause) ein Stück aus dem aktuellen Schaffenszyklus, was Neues sozusagen, was eigenes, selbst gedichtet und durchkomponiert: die kurze Geschichte des Peter Pan, der sich nachts am Hafen herumtreibt:

kleine Sommertour und Herbstkonzerte

Liebe Freunde,

haben wir euch eigentlich schon einmal von unserer Tour durch Frankreich berichtet? Als wir abends nach langer Fahrt durch die Normandie doch keinen Menschen trafen, der uns zu sich einlud, um zum Beispiel im Käsekeller eine kleine musique optimiste zu trällern – für ein Obdach einer lustigen Musikantentruppe.
Und so fuhren und fuhren wir und der Tag neigte sich dem Ende entgegen. In der allerschönsten Dämmerung bogen wir auf einen Feldweg ein und besetzten die erstbeste Lichtung, um dort unser Schlaflager aufzubauen. Fortan schliefen wir die restliche Woche nur noch unter freiem Himmel auf Feldern und Wiesen.

Oder als wir ein Jahr später in einem kleinen tschechischen Dorf hielten, um unsere Aufmerksamkeit einem kleinen Gasthaus zu widmen, dessen vom Zahn der Zeit heimgesuchtes Klo so aussah, als hätte es die Emanzipation der Frau weg von einem nur auf Lust reduziertes Objekt verschlafen (wir ersparen uns an dieser Stelle eine detaillierte Beschreibung der Poster, die über dem Pissoir hingen). Wir stärkten uns an diesem versteckten Ort an Knödel und Bier und dort trafen wir auf Martin, der uns spontan anbot, bei ihm im Garten am Lagerfeuer zu übernachten. Er bewohnte nur für sich allein ein großes Haus am allerletzten Rand des Dorfes und hätte er nicht in jeder Ecke in einem Gärballon frischen Schnaps gebrannt, hätten wir auch alle im Haus drinnen unsere Matten ausrollen können, doch der Brennkunst wegen war der Platz etwas beengt. Zum Abschied schenkte Martin uns einen gläsernen Notenschlüssel – von ihm handgefertigt.

Seit 2010 fahren wir als Band im Sommer durch die Gegend um Musik zu machen und noch nie (!!!) haben wir ein Hotel gefragt, wenn wir unterwegs waren.

Ihr merkt es schon anhand dieser Anekdoten: ein wenig Sommertour steht an: wir lösen die Handbremse und machen uns auf die Socken, um hier und da noch ein paar Konzerte zu geben.

Folgende Stationen peilen wir an:

24. Juli, Kanin, LauterLebenFestival
27. Juli, Berlin, Rummels Bucht
28. Juli, Weimar, Zum Falken
29. Juli, Rippershausen, Kulturbiergarten
30. Juli, Leipzig, Zum Wilden Heinz

Für noch größere Vorfreude sorgen zusätzlich folgende Konzerttermine:

20. August, Hamburg, Elbdisharmonie
30. September, Hamburg, Honigfabrik (mit Polkageist)
02. Oktober, Bremen, Lichterfest – Bürgerhaus Hemelingen

Erscheint zahlreich!

Besten Gruß
20vor8

20vor8_tour2013_part1_405

so sieht ein guter Morgen einer guten Tour aus

Konzert mit Dad Horse Experience

Liebe Freunde,

es dauert nicht mehr lange und die Tage werden wieder kürzer, dementsprechend das Nachtleben länger, in dessen Schattenseiten man sich jener dunklen Melancholie widmen kann, die sich wie warme Brühe in unserem Gemüt ausbreitet.

Ein von uns sehr geschätzter Meister der melancholischen Abendunterhaltung ist Dad Horse Experience – seines Zeichens singender und über die (nicht vorhandene) Unschuld aller Menschen brütender Philosoph, der jene unaussprechlichen Wahrheiten des Lebens zwischen Banjo und Fussbassorgel in komisch-traurigen Liedern verpackt, für die andere sich schämen würden. Mit seinem Evergreen „Lord Must Fix My Soul“ hat er sich in unsere und aller Teufel Herzen gespielt – von Australien bis Amerika.

Am 9. Juli gibt er mit uns auf dem Bauwagenplatz Zomia in Hamburg ein Konzert – man kann sich für diesen Abend nichts besseres wünschen.

Ticket_DeadHorse

Zeitgeist und Konzerte

Liebe Freunde,

wir melden uns zurück! Unser friedlicher Winterschlaf wurde jäh unterbrochen, als vor einigen Wochen die Hochrechnungen der Landtagswahlen durch die Kanäle geisterten: der Zeitgeist scheint schlechter gelaunt als gedacht.
Unsinnige, verachtende, stigmatisierende und universelle Werte untergrabende Ideen, schamlos laut ausgesprochen und hinterrücks verteidigt, bilden das Kalkül sich vom politischen Etablissement abzuwenden und blind dem Singsang jener männlichen und weiblichen Sirenen zu lauschen, die unschuldige Menschen, die auf viel zu langen Wegen unter viel zu großen Strapazen einfach nur Würde und Sicherheit wollen, als Zielscheibe für ihre Zwecke missbrauchen: Angst schüren, Wut schüren, gegen „die Anderen“ sein.

Aber wer sind „die Anderen“ in den Augen „der Anderen“, wenn nicht wir selbst?

Das Gegenteil von anders ist genauso. Aber wenn dieses Genauso für das Ziel einer Alternative steht, wenn demnach die Anderen als alternativlos erklärt werden, so ist jedes Individuum in seinem Wesen entkernt.

Eine Alternative gegen die Andere ist keine Alternative!

Wir fordern ein Ende der Abschreckung und freuen uns in diesen stumpfen Zeiten auf alle Anderen und die, die es noch werden wollen, auf alle Artigen und Unartigen, wir sind gespannt auf alle Frustrierten und Euphorisierten, auf all jene, die wir dieses Jahr auf unseren Konzerten begegnen werden.

Auf dem Präsentierteller unseres Schaffens wird nicht nur ein Schokobrunnen schönster Musik aufgetischt, sondern auch eine personelle Überraschung, eine ganz besondere Perle: Mitte letzten Jahres fasste Rike, unsere Klarinettistin, den Entschluss, aus der Band auszutreten. Wochenlang hielt unsere Depression an. Nun können wir den Abschied vom Abschied verkünden. Sie ist wieder an Bord! Die schwarze Flöte bittet zum Tanz!

Zückt eure Kalender! Los geht’s, wir können es kaum erwarten, zur Kulturellen Landpartie im schönen Wendland. An diesen drei Abenden geben wir alles:

– 05. Mai, Kommune Güstritz
– 06. Mai, Mammoißel
– 07. Mai, Penkefitz

Weiter geht’s! Seit über einem Jahr blieben wir Hamburger Bühnen fern. Ende Mai ist Schluss damit. Folgende Termine stehen bisher fest:

– 28. Mai, Hamburg – Gängeviertel / Fabrik
– 03. Juni, Leipzig – NochBesserLeben
– 04. Juni, Halle/Saale – Peißnitzhaus-Festival

Ende Juli ist eine kleine Tour geplant. Merkt euch schon mal das kleine Örtchen Rippershausen.

Außerdem haben wir ein neues Bandfoto / siehe oben. Starfotografin Alena Sternberg hat uns im Fotostudio in Szene gesetzt.

Bis bald! Öffnet eure Heime, öffnet eure Geldbörsen. Gebt allen etwas ab, die etwas brauchen.

20vor8

Gruß zum Ende des Jahres

Liebe Freunde,

zum Ende des Jahres möchten wir kurz einen Gruß aus unserem Proberaum, dieser Höhle der Harmonie im Kettenrauch, an euch richten. Wir sind schließlich lange nicht mehr erhört worden.
Es ist nicht so, dass uns langweilig ist. Es ist auch nicht so, dass wir jetzt nicht wissen, was zu tun ist. Menschen gehen und Menschen kommen – so ist es in jedem Land, so ist es bei 20vor8. Wir schreiben neue Lieder und denken uns neue Ziele. Ein Lied heißt „der Mann, der nie schlief“ oder „die Frau, die nie schlief“ – wir streiten uns noch über das Geschlecht. Und suchen noch einen Text. Vielleicht könnt ihr uns Inspiration verschaffen und eine der folgende Fragen beantworten: warum schlaft ihr nicht? Was schläft nie? Was ist Schlaf?

Die Antwort werden wir am ersten Wochenende des Juni 2016 geben. Dann spielen wir auf der Bühne des Peißnitzhaus-Festivals in Halle/Saale.
Vorher sind wir natürlich wieder im Wendland unterwegs und werden auf der kulturellen Landpartie ein paar Tage lang Musik machen und Wendlandbräu trinken.

Die genauen Termine gibt’s zu gegebener Zeit.

Auf der Soundcloud haben wir ein paar Songs aus unserem Album hochgeladen. Wann die nächste Scheibe kommt, wissen wir noch nicht. Wenn es Geld vom Himmel regnet, können wir mal drüber nachdenken.

Solange gebt Acht.

20vor8

Wir im Sommer, 40 Grad im Schatten. Rudolstadt 2015

Wir im Sommer, 40 Grad im Schatten. Rudolstadt 2015

was wir uns alle fragen sollten

Liebe Freunde,

320.000.000 Euro.

Wir sollten uns alle fragen, wie viel dreihundertzwanzigmillionen Euro (so viel waren die Rüstungsexporte im Jahr 2014 wert, die durch den Hamburger Hafen in die geostrategischen Interessengebiete dieser Welt verschifft wurden) wirklich wert sind.
Wir sollten uns alle fragen, ob ein Teil dieser Exporte für Zwecke benutzt werden, deren Folgen sich nicht nur durch  Aufnahme und Versorgung der 10.000 Menschen lindern lassen, die jedes Wochenende an den Grenzen dieses Rüstungsexporteuropas angeschwemmt werden und warten und hoffen (sofern sie noch atmen) und die sich im Angesicht einer realen Gefahr zerbombter Häuser, getöteter Nachbarn und verstorbener Freunde und Familie zu einer Flucht entschließen, deren verachtenswerte und gefährliche Wege durch ein System genährt und gesteuert werden, dessen obersten Vertreter auch dank unserer demokratischen Legitimation an den Wahlurnen billigend in Kauf nehmen, dass diese unmenschlichen Wege weiterhin beschritten werden müssen.

Wir sollten uns alle fragen, ob sich die Vertreter und Staatenlenker der Europäische Union daran erinnern, dass die EU im Jahr 2012 den Friedensnobelpreis erhielt: für den erfolgreichen Kampf für Frieden und Demokratie.

Die Präambel des Vertrages der Europäischen Union beinhaltet folgenden Absatz:

schöpfend aus dem kulturellen, religiösen und humanistischen Erbe Europas, aus dem sich die unverletzlichen und unveräußerlichen Rechte des Menschen sowie Freiheit, Demokratie, Gleichheit und Rechtsstaatlichkeit als universelle Werte entwickelt haben…

Wir sollten uns alle fragen, weshalb wir zulassen, dass diese universellen Werte in Teilen Europas mit Stacheldraht und Androhung und Durchsetzung von Gewalt geschützt und somit doch zugunsten einer Verteidigung gegen alles Fremde veräußerlicht werden. Eine Verteidigung dieser Art findet ihren Widerspruch dergestalt, dass sie nicht ihre eigenen Werte bewahrt, sondern verletzt, wenn Europa jene ausschließen möchte, deren universellen Werte nicht in die eigene Realität passen. Europa belügt sich selbst! Und somit uns und alle!

Wir werden am Samstagabend, den 19. September, in Hamburg auf dem Willkommensfest für Flüchtlinge auf dem Tschaikowskyplatz ein Konzert geben. Ein Konzert mit sehr bitterem Beigeschmack, denn wir sollten uns alle fragen, ob Willkommensfeste das humanistische Erbe Europas sind.

20vor8

Korrektur einer Absage

Liebe Freunde,

wir möchten die Gunst der Stunde nutzen, um euch von unserer – bei lebendigem Leibe erlebten und die Grenzen der Anpassung überwundenen – Genesung zu berichten, die uns Dank des Wunderheilers Dr. med. Wendland widerfuhr.

Vom Schicksal der Amputation unserer Klarinette zutiefst gezeichnet, machten wir uns letzte Woche auf die Socken, um uns in der Naturheilanstalt des Dr. Wendland in Therapie zu begeben.

Dr. Wendland, er selbst ein seit Jahren in allerhöchsten Kreisen anerkannter Experte in der Disziplin der Motivationsreanimationsstimulation, hielt unsere Lage augenscheinlich für gar nicht so schlimm, wie wir. Er gab uns folgenden, in der Allgemeinmedizin noch nicht näher erforschten Rat, neben einfach mal Musik machen außerdem die Blütenpracht einer auf einem Biertisch drapierten Topfblume zu verspeisen und 78 Humpen Wendlandbräu aus der praxiseigenen Apotheke zu schlucken. Damit schaffe man die geistige Distanz zu dem seit einigen Tagen fehlenden Gliede unseres musikalischen Korpus. Jene Distanz, die man benötigt, um die Dinge mit Gelassenheit zu sehen. Dazu gehörte auch die Überwindung allerhöchster Scham und – damit einhergehend – der extrovertierte Tanz einer Polonaise im Wartezimmer seiner Praxis.

Ferner hielt Dr. Wendland es für angebracht, den nächtlichen Weg in die Schlafzone seiner Heilanstalt aufgrund der Nebenwirkung der Dosierung seiner Medikation zu Fuß zu überwinden. Damit die durch den Fußmarsch einhergehende Müdigkeit des Gehirns nicht progressiv zur zurückgelegten Strecke steigt, hielt Dr. Wendland – ein Meister in seiner Disziplin – es für genial, ein paar Hindernisse aufzustellen: zur neurologischen Stimulation kreativer Geistesblitze fanden ein paar Elektrozäune angrenzender Kuhwiesen als Therapiewerkzeug ihren Einsatz, die es zu überwinden galt.

Am nächsten Morgen dieser wundersamen Nacht stellten wir ohne Kopfschmerzen (!) fest, dass wir nicht ins Atommüllendlager Gorleben eingewiesen werden müssen. Vom Schock der fehlenden Klarinette vorerst halbwegs erholt und vom Können des Dr. med. Wendland überzeugt, beschlossen wir, die Musikgruppe 20vor8, dem Musikfest 48h Wilhelmsburg am Samstagabend des 13. Juni doch die Ehre zu erweisen und unter der Voraussetzung der Anwesenheit von Bier, blühenden Topfblumen und einer ausgelassenen Polonaise dort aufzutreten.

Zickezackezickezacke
Öyy öyy öyy

20vor8

kann kommen: 48h Wilhelmsburg 2015

kann kommen: 48h Wilhelmsburg 2015

…gedimmtes Licht…

Liebe Freunde,
der Abend gestern im Knust war vorerst der letzte dieser Art. Wie auf der Bühne kurz gebeichtet, wird die Formation unserer Band in der Form, wie ihr und wir sie seit Jahren kennen, vorerst nicht wieder auftreten.

Mit dem Rückzug unserer Klarinettistin geht eine Person von Bord, die maßgeblich den Charakter unserer Musik geprägt hat. Damit verlieren wir sozusagen den Navigator mit Kompass unserer Band. Ab jetzt müssen wir uns erst einmal treiben lassen und vieles umarrangieren, ohne Recht zu wissen, welche musikalische Richtung die Zukunft einschlagen wird.

Wir können auch nicht sagen, ob wir eure und unsere Erwartungen ohne unsere Frontfrau an der schwarzen Flöte in naher Zukunft gerecht werden. Damit einhergehend wurde entschieden, für dieses Jahr alle großen Auftritte abzusagen (48h Wilhelmsburg, geplante Sommertour), um uns die Zeit und den Raum zu gönnen, den eine porentiefe Renovierung unserer Stücke benötigt, die wir jetzt irgendwie vollziehen müssen – und auch wollen.

Wie der 8. Mai uns lehrt, passieren viel beschissenere Dinge in der Welt und jedem Ende wohnt ein Anfang inne. Aufhören werden wir nicht. Ein Teufel, der so etwas denkt! Uns wird es weiterhin geben, vorerst zu acht (wenn 20 Leute vor uns stehen, was wird das zukünftig sein, hmm?). Wir bleiben erhalten, wie der deutsche Schlager. Da steckt noch ganz ganz ganz viel Liedgut und Talent in uns, we can feel that!

Liebe Freunde,
der Abend gestern im Knust wird bestimmt nicht der letzte gewesen sein. Zu laut war euer Ruf nach Zugabe.

Vielen Dank für den gebührenden Abschied unserer Klarinettistin.
Vielen Dank für den Applaus.

20vor8

Geht von Bord, die Frau an der schwarzen Flöte.

Geht von Bord, die Frau an der schwarzen Flöte.

…das, was man sagen kann, gesagt…

RMuZhLPsVOPEGHZ-556x313-noPad

Event als Zurschaustellung von Zurückhaltung und Nachhaltigkeit: so stellt sich Hamburg die Olympischen Spiele in etwa 10 Jahren vor. Wenn jedes Event mit diesen Schlagworten geschmückt wäre, müsste man alle Kreuzfahrtschiffstaufen, den Hafengeburtstag und jeden verkaufsoffenen Sonntag samt Weihnachtsmärkte aus dieser Stadt radieren. Wir würden es begrüßen!

Stattdessen erleben wir die stadtgewollte Zurschaustellung von Zurückhaltung und Nachhaltigkeit in direkter Nachbarschaft: da gibt es eine Brachfläche am Veringkanal neben einer Halle, die seit zwei Jahren nicht mehr betreten werden darf. Sie war einst Filmstar, dann Ort für Kunst und Kultur, Musik und Geselligkeit, ein Raum für kreative Experimente und Schaffenskraft. Seit nun mehr zwei Jahren rostet ein Bauzaun davor, wird die Soulkitchen-Halle nachhaltig der Witterung ausgesetzt.

Es gibt Konzepte und Bestrebungen aus der Nachbarschaft, die Halle und das Areal drum herum wieder zu beleben. Der Institution Soulkitchen soll endlich neues Leben eingehaucht werden: www.soulvillage.de

Seitens der Stadt übt man sich in Zurückhaltung bezüglich einer kunst- und kulturorientierten Nutzung dieser Halle und ihrer Nachbarschaft. Ordnungsrechtliche Details und finanzielle Fragen müssten geklärt werden. Ohne die Stadt als Partner wird diese Klärung ins Unendliche hinausgezögert.

Die Frage, die sich uns als Hamburger Band und als kulturschaffende Nachbarn der Soulkitchen-Halle zwangsläufig stellt, lautet:
Sollte einer Stadt eine drei Wochen andauernde, weltweite mediale Dauerpräsenz, die 6.500.000.000 Euro kosten wird, wichtiger sein als ein offener Raum, in dem kulturelle, musikalische und gestalterische Ideen eines jeden Bewohners der Stadt reifen können?

Für schlappe 6,5 Milliarden Euro könnte solch ein Ort etwa 100.000 Jahre existieren (dann auch mit Keramikklo).

Wir bitten alle, einen Moment über diese Frage zu sinnieren.</p>

08. Mai: BudZillus und 20vor8 – live in Hamburg

Liebe Freunde der gepflegten Abendunterhaltung,

sich der zarten Reminiszenz des letzten Jahres bewusst werdend, gibt es auch dieses Jahr wieder ein grandioses Live-Spektakel, welches selbst den hartgesottensten Eremiten unter Menschen mischt:

die Karawane der Mittelstreifen entlang brausend werden sich die Herren von BudZillus aus dem fernen Berlin auf den Weg machen, um in Hamburg die molekulare Zusammensetzung der Atemluft einmal ordentlich durchzuwirbeln. Wer sie letztes Jahr im Knust erlebt hat, der wird noch wissen, wie die Luft damals brannte:

BudZillus haben sich über die letzten Jahre zu einer der erfolgreichsten Bands Berlins entwickelt. Ein Erfolg, der vor allem über die Konzerte und damit über die Fans kam. BudZillus verbindet Berliner Schnauze mit internationalem Flair und handgemachter Herzlichkeit.
So haben sie mit ihrem Mix aus Swing, Surf, Punk, sowie einem Pfund osteuropäischer Seele, fast so etwas wie einen eigenen Berlin-Sound entwickelt, der einstmals auf der Straße begann.
Nun erscheint mit „Besser Wirds Nicht!“ das dritte Album der Band. Und das will gefeiert werden!

Wieder mit dabei, auf Befehl von BudZillus: für’s Gemeinwohl und Tanzmusik sorgen wir, Hamburgs wilde Stadtmusikanten, die seit Jahr und Tag die prächtigsten Aromen hemmungsloser Folkmusik in ihre Stücke mischen.

Vor und nach der Liveshow werden die Plattenteller in Rotation versetzt von:

Dario Calay
https://soundcloud.com/dariocalay

Tristan von Neumann
https://soundcloud.com/tristan-von-neumann

08. Mai 2015
21:00 Uhr: Doors
22:00 Uhr: Beginn
Tickets: 8,00 € zzgl. Gebühren